© Florian Zellweger
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"Iris 732", 2007

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 Es heisst, die Augen seien der Spiegel der Seele und ein Blick verrate uns die Tiefen der menschlichen Natur. Wenn sich zwei Blicke kreuzen, entsteht ein erster Kontakt. Dieser intime, besondere Moment ist der Ausgangspunkt der Serie “Iris 732”. Nebst dieser tiefen, verräterischen Dimension des Auges interessiert sich Florian Zellweger auch für die ästhetischen Qualitäten des Auges: jede Iris ist ein Sammelsurium unterschiedlichster und einzigartigster Farben.
Der Fotograf hinterfragt die menschliche Wahrnehmung: das Auge, das Organ des Sehens, wird zum Objekt der Betrachtung. Als Teil des Bildes verliert das Auge seine Eigenschaften, wird bis zur Abstraktion entfremdet.
Das Auge wird aber auch klinisch betrachtet. Der Fokus auf die Iris und das grosse Format eröffnen den Blick auf die kleinsten Details des Organs. Die Wahl der digitalen Technik führt dazu, dass das Bild kalt und distanziert wirkt. So entsteht dann auch das Gefühl der Objektivität. Der Name der Serie, “Iris 732”, erinnert an einen Asteroiden und schafft so eine Verbindung zwischen der Iris und den Himmelskörpern – ein weiteres Element, mit dem es gelingt, die Aufmerksamkeit des Betrachters vom effektiven Beobachtungsobjekt abzulenken. Diese Augen werden somit zu Formen und Farben mysteriöser und geheimnisvoller Herkunft. Bilder, welche die Phantasie anregen. (Valeria Donnarumma)


Florian Zellweger (1982) vit et travaille à Lausanne. Il obtient en 2006 le diplôme de photographe à l’Ecole d’arts appliqués de Vevey (CEPV). Il a participé à plusieurs expositions collectives et notamment en 2007 à l’exposition “C.O.R.P.S. “, Espace quai 1, à Vevey. Parallèlement à ses travaux personnels, il est aussi actif dans les domaines du graphisme, du cinéma, de la scène et du journalisme. www.florian-zellweger.ch

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