© ECOLE D’ARTS VISUELS BERNE ET BIENNE
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Schule für Gestaltung Bern und Biel

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 Fotografien entstehen oft mit einfachsten analogen oder digitalen Kameras. Die Lernenden der zweiten Fachklasse Grafik finden auf kreative Weise ihren ganz persönlichen Zugang zur Fotografie. Mit unterschiedlicher fotografische Technik und Sichtweise dokumentieren sie das eigene Umfeld und lassen sich in ihrer individuellen Art auf gesellschaftliche Themen ein. Manuela Cannizo dokumentiert mit einer Holga Kamera Wohnzimmer. Möbel und Einrichtungsgegenstände wirken wie Exponate einer Wohnausstellung.
Anaïs Corti nennt ihre Serie «schön machen». Fotografien von Grabmälern verschiedener Friedhöfe. Wie unterscheiden sich Grabsteine, Pflanzen und Dekorationen voneinander? Was sagen sie über die Verstorbenen aus?
Nadine Furer hält sich mit ihrer Kamera im «Passpartout» auf. Hier treffen sich Jugendliche unterschiedlicher Herkunft. Manchmal bleibt Nadine beim Fotografieren unbemerkt, die Blicke der Jugendlichen gehen in die Ferne.
Janaïs Gerber untersucht den Stellenwert des Fernsehers: der Platz, den das Fernsehen einnimmt, seine Dominanz und Einfluss auf den Menschen und auf alles, was es umgibt. Mathieu Grosjean dokumentiert den «Vorraum»: persönlich und intim inmitten eines öffentlichen Raumes, ist der Vorraum ein Übergangsort.
Milena Gsteiger hat Sabine und Nik begleitet. Milena beleuchtet das Paar, Wohnräume und die Grillparty-Gäste mit Blitzlicht. Die Umgebung wird dunkel abgebildet und tritt dadurch in den Hintergrund.
Manon Gygax verwendet eine alte Polaroid-Kamera. Eine verblasste Abbildung mit Jugendlichen von heute erinnert von der Farbstimmung her an eine Farbfotografie aus den 50iger Jahren. Die Teeangerjahre zwischen 10 und 19 sind eine wichtige Periode des Lebens. Bestrebt danach, sich als Individuum in der Gesellschaft zu behaupten, distanzieren wir uns freiwillig von den anderen. Der Kleiderstil spielt dabei eine wichtige Rolle. Aus dem Bedürfnis heraus, zu einer Gruppe zu gehören, vergleichen sich die Jugendlichen mit den anderen und beeinflussen sich gegenseitig.
Marc-Andrea Huber zeigt Räume von verlassenen Wohnhäusern. Teile der Decke und Wände sind eingebrochen, eine Katze durchquert das unbewegte Bild.
Simon Kiener wird selber mit gelb-schwarzem Schal zum YB-Fan und Teil des Ganzen. Mit der Kamera mischt er sich unter eine Menge von Fussballinteressierten. Sie kommen aus verschiedenen sozialen Schichten, unterscheiden sich im Alter und Nationalität. Doch am Sonntag spielt das alles keine Rolle. Am Sonntag gilt nur die gemeinsame Liebe Gelb-Schwarz. Zusammen feiern sie, zusammen trauern sie.
Patrick Kuhn legt Weggeworfenes auf einen Leuchttisch. Was wirft eine Person im Verlaufe eines Tages weg? Können Rückschlüsse auf diese Person gemacht werden? Die Dokumentation erinnert an Polizeifotos .
Simon Mick. Auf dem Bild eines Pausenplatzes sind Tische und Stühle zu sehen. Personen kommen und gehen, das Licht der Tages- und Nachtzeit verändert sich. Die Fotos werden zu Videostandbildern einer Überwachungskamera.
Tanja Roux nennt ihre Fotos «Mein Lieblings Ding». Freundinnen posieren in ihren Wohnungen mit ihrem persönlichen Lieblings-Gegenstand.
Tamara Rufener-Kunz fotografiert mit einer analogen Kleinbildkamera und einem Weitwinkelobjektiv: Bauarbeiterhütten sind Orte, wo sich das Leben abspielt. Sie dienen den Bauarbeitern als Schutz und Rückzugsmöglichkeit. Ich fragte mich, was darin vor sich geht und was vom Menschen spürbar ist, auch wenn er abwesend ist. Diese geschlossenen Räume sind dem sie umgebenden Rahmen gegenübergestellt.
David Ryf ist in der Welt des «tattoo» zu Hause. Seine Fotodokumentation besteht aus 15 bis 20 malerischen Porträtfotografien, aufgenommen vor dunklem Grund. Unterschiedliche Bildformate bilden, an der Wand installiert, ein Gesamtbild.
Judith Schmid, «3471 m.ü.Meer». Die Sicht beträgt nur wenige Meter. Touristengruppen bilden in Schnee und Nebel «Inselgruppen». Wer besucht eigentlich das Jungfraujoch? Und wie sehen diese Menschen aus? Und was ist da oben bei so geringer Sicht noch zu sehen?
Michael Wenk ist zu Gast. Mit seiner Fotodokumentation im Nahbereich wird das Umfeld des Gastgebers spürbar. Gastgeber zeigen sich immer von der besten Seite, wenn sie andere zu sich einladen. (Projekt unter der Leitung von Roland Aellig).

 

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